Curaçao
Tipps und Checklisten

Curaçao- Gut zu Wissen

Fakten und Insider Tipps

Die kleine Insel in der Karibik hat einiges zu bieten und doch kennen die Meisten nur den blauen Likör, den es dort natürlich auch gibt…

Original Blue Curaçao Likör aus dem Hause Senior
Original Blue Curaçao Likör aus dem Hause Senior

1. Lage

Aufgrund der jeweiligen Anfangsbuchstaben gehört Curaçao zusammen mit den zwei Nachbarinseln zu den ABC-Inseln: Aruba, Bonaire und Curaçao.

Seit Oktober 2010 sind die Inseln autonome Länder im Königreich der Niederlande, aber die Verbundenheit konnten wir noch überall spüren. Curaçao ist die größte der ABC-Inseln. Sie liegt ca. 60 km vor der Küste Venezuelas. In rund 10 Flugstunden geht`s von Deutschland aus, über Amsterdam nach Curaçao.

Herzlich Willkommen auf Curaçao
Herzlich Willkommen auf Curaçao

2. Reisezeit

Die ABC-Inseln liegen außerhalb des Hurrikan-Gürtels und gehören zu den „Inseln unter den Winden“, weil sie dem Wind abgewandt sind. Nur eine ständig leichte Brise ist davon zu spüren, welche die Hitze gut erträglich macht.

Das Klima ist gleichmäßig tropisch, die Tagestemperaturen liegen immer zwischen 24 und 32 Grad Celsius. Die Karibik-Insel ist eher trocken, mit wenigen Niederschlägen. Dadurch ist die Vegetation größtenteils spärlich. Nicht Palmen, sondern mannshohe Kakteen stehen an Straßen und Klippen. Tatsächlich werden die stacheligen Kakteengewächse als Sichtschutz vor neugierigen Blicken und Abwehr von Tieren für Haus und Garten eingesetzt.

Meterhohe Kakteen prägen die Landschaft
Meterhohe Kakteen prägen die Landschaft

Die Regenzeit ist von September bis Januar mit minimal erhöhter Niederschlagsmenge. Dann ist die Insel grüner. Der Regen fällt meist morgens oder nachts. Der September ist aufgrund der windstillen Zeit schwül und heiß, was für einen Badeurlaub kein Problem ist.

3. Unterkunft

Je nach Geldbeutel und Anspruch ist über exklusive Hotels, bis Apartmentanlagen zur Selbstversorgung alles buchbar.

Die großen Hotelanlagen mit diversen Wassersportmöglichkeiten, Beachbars, Partystränden und Promenaden mit Shops befinden sich im Südosten z.B. bei Jan Thiel Bay oder Mambo Beach. Kleine Boutique Hotels gibt es bei Willemstad und Ruhesuchende finden im Westen Apartments.

Wir hatten uns für eine Hotelanlage bei Jan Thiel östlich von Willemstad entschieden. Obwohl nur ein 1-Zimmer Appartement gebucht, bekamen wir eine Villa mit 3 Schlafzimmern, 2 Bädern, großem Wohn- und Essbereich und gut ausgestatteter Küchenzeile. Obwohl die Bucht belebt ist, war es in der Anlage ruhig. Einzig die Vögel sangen früh morgens laut und weckten uns.

Der Baltimoretrupial singt schon früh morgens laut seine Lieder und kann geschlossene Chipstüten öffnen
Der Baltimoretrupial singt schon früh morgens laut seine Lieder und kann geschlossene Chipstüten öffnen

Die Lage erwies sich zudem als guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Am Abend ist an der „Zanzibar“ am nahen Strand immer was los.

4. Kosten

Das Preisniveau auf Curaçao ist relativ hoch. In den Touristengebieten und der Inselhauptstad Willemstad zahlt man im Restaurant oder der Bar etwa wie in Deutschland. Die meisten Lebensmittel müssen importiert werden. Unter der Woche kamen bis vor kurzem venezolanische Händler mit ihren Booten in die Innenstadt von Willemstad zum “floating market”, einem schwimmenden Markt und verkauften günstig Obst und Gemüse. Aufgrund der aktuellen politischen Lage des Landes inzwischen leider nicht mehr. Obst und Gemüse wird momentan auch importiert.

An einigen Stränden wird Eintritt oder Parkplatzgebühr erhoben, Liegen und Sonnenschirme kosten eine kleine Leihgebühr. Dafür sind die Strände sauber, es gibt Toiletten, Strandbars und oftmals WLAN inklusive. Essen und Getränke dürfen hier nicht mitgebracht werden.

Verlockende Angebote
Verlockende Angebote

Viele Strände sind jedoch auch kostenfrei und Du kannst Dein Handtuch auf den Sand legen. Hier bringt man sich seinen Sonnenschutz und die Verpflegung selber mit.

Selbstversorgung spart enorm Geld. Die Supermärkte sind mit allem, was man benötigt, ausgestattet, aber Kosmetikprodukte sind teuer. After Sun z.B. kostet im Supermarkt 5,00 €. Ein Beutel Reis, Eier und Toast gehen dafür in Ordnung. Einige eingeschweißte, leichte Lebensmittel wie Instant Kaffee und Marmelade nehmen wir daher immer aus Deutschland mit, Kosmetikprodukte sowieso und Frischware kaufen wir vor Ort ein. Das Leitungswasser auf Curaçao hat aufgrund der modernsten Entsalzungsanlage der Welt, Trinkwasserqualität.

Kleinigkeiten Souvenirs im Marshe´ Nobo Neuer Markt
Kleinigkeiten Souvenirs im Marshe´ Nobo Neuer Markt

Die über eine Reiseleitung angebotenen Ausflüge sind teuer. Wir kaufen uns vorab immer einen Reiseführer. Damit konnten wir auch Curaçao auf eigene Faust mit dem Mietwagen abfahren und die meisten Sehenswürdigkeiten, sowie alle Badestrände der Insel besuchen.

Brauchst Du ein Beispiel?

Hier findest Du unsere Kostenaufstellung pro Person für 17 Tage

Flug & Unterkunft                                             1.559,00 €

Mietwagen                                                          190,00 €

Sprit für Mietwagen                                              75,00 €

Strand/ Liegen/Sonnenschirm/Eintritt/Parken      27,00 €

Essen/ Trinken                                                     200,00 €

Ausflug Klein Curacao                                           96,89 €

Ausflug Ostrich Farm                                             14,94 €

Ausflug Hato Caves                                                 7,84 €

Eintritt Sea Aquarium                                             18,82 €

Delfin schwimmen inkl. Eintritt Sea Aquarium      153,34 €

Pers. Fotos mit Delfin                                             17,63 €

Als Mitbringsel bieten sich der Blue Curacao Likör 750 ml an, der ab 19,00 € angeboten wird oder die Curaloe (250 ml Aloe Lotion) von der Aloe Plantage für 15,00 €.

5. Währung

Der Antillen-Gulden oder Florin, ANG oder NAF abgekürzt, ist die offizielle Währung. Am Flughafen von Curaçao gibt es einen Bankautomat der MCB  Bank, an dem man direkt nach Ankunft Geld abheben kann. Es gibt viele Banken mit Geldautomaten auf der Insel. Ebenfalls in vielen großen Supermärkten der Touristengebiete wie Jan Thiel stehen Geldautomaten, aber Achtung, an einigen wird eine saftige Gebühr erhoben. Bezahlung mit der Kreditkarte ist fast überall möglich.

Vor Reiseantritt ist es ratsam seine Bank über den Einsatz der Geldkarte im außereuropäischen Ausland zu informieren, damit sie die Karte freischaltet.

6. Bars & Restaurants

Die Küche auf Curaçao ist traditionell kreolisch. Typische Gerichte sind Suppen von den auf der Insel wachsenden Kakteen, wie der schleimigen „sopa di kadushi“, aber auch Ziege, Leguan und Skorpion Fisch sind einheimische Spezialitäten.

Plasa Bieu (Alter Markt) in Willemstad
Plasa Bieu (Alter Markt) in Willemstad

Eigentlich wollte ich zum Mittagessen eines der Gerichte im Plasa Bieu, der alten Markthalle in Willemstad, probieren. Die riesige Schüssel schleimiger, Fäden ziehender Suppe des Sitznachbarn war mir dann doch zu groß. Stattdessen kam für uns fangfrische Makrele und Geflügel mit Reis und Salat auf den Tisch.

Dazu tranken wir die „awa die lamunchi“, eine hausgemachte süße Zitronenlimonade. Wer die täglich wechselnde Speisekarte nicht lesen kann, darf einen Blick in die riesigen Töpfen werfen, in denen die Speisen zubereitet werden. An langen Tischen sitzend, zwischen Hausfrauen, Arbeitern und Geschäftsleuten wird das Gericht dann serviert.

An den Strandrestaurants oder Sneks, den kleinen Imbissen, werden Sandwich, Pommes, Burger und co. angeboten.

Strandbar
Strandbar

Den besten Kaffee inklusive eisgekühltem Schokoladenstückchen habe ich im Strandrestaurant Karakter getrunken.

awa di lamunchi (Zitronenlimo), Kaffee und ein eiskaltes, sündig leckeres Schokostückchen
awa di lamunchi (Zitronenlimo), Kaffee und ein eiskaltes, sündig leckeres Schokostückchen

Natürlich gehört ein Sundowner, vielleicht aus einem Cocktail mit Blue Curaçao, serviert an der Strandbar zu diesem Karibikurlaub dazu.

7. Sprache

Viele Einheimische sprechen die drei Sprachen Papiamentu, Niederländisch und Spanisch fließend. Dazu sprechen einige Englisch. Es gibt viele niederländische Einwanderer auf Curaçao, die teilweise Deutsch sprechen. In den Bars von Jan Thiel Beach waren hauptsächlich junge Niederländer, die für 1/2 Jahr dort jobben und Englisch sprechen.

8. Fortbewegung auf der Insel

Eine Taxifahrt auf Curaçao ist teuer. Busse fahren leider nicht an alle interessanten Orte oder Strände, vor allem nicht häufig und teils nicht nach festem Fahrplan. Informationen über Fährpläne gibt es kaum. Das macht sie leider für Urlauber nur eingeschränkt nutzbar.

Das ist sehr schade, denn die vielen Mietwagen belasten die Umwelt, auf den Straßen im Südosten gibt es regelmäßig Stau und die Kosten für einen Mietwagen reißen ein Loch in die Urlaubskasse. Oft kommt man im Bus mit den Einheimischen in Kontakt und es ist immer ein Erlebnis mit einem Bus in Urlaubsländern zu fahren. Vielleicht denkt man hier eines Tages um.

Ein Kleinwagen reicht, um mobil zu sein
Ein Kleinwagen reicht, um mobil zu sein

Momentan ist ein Mietwagen tatsächlich die beste Möglichkeit, in der Urlaubszeit viel von Curaçao zu sehen. Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut, aber ohne Navi findet man sein Ziel schwer. Hinweisschilder zu Straßen und Sehenswürdigkeiten, wie wir es gewohnt sind, ist nicht der Standard. Wir können aber die Offline App „Maps.me“ empfehlen. Mit der haben wir uns gut zurechtgefunden.

Abendstimmung am Jan Thiel Beach
Abendstimmung am Jan Thiel Beach

Jetzt kennst Du die wesentlichen Fakten und bist bereit, zu erfahren, was es auf Curaçao zu sehen und zu erleben gibt und spätestens, wenn Du von unseren Erlebnissen gelesen hast, wirst Du Lust auf einen Curaçao Urlaub bekommen!

Hier kannst Du Dich in den Bann der Insel ziehen lassen!

 

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